Trauerbegleitung und Sterbebegleitung

Verluste erleiden - Neuanfang beginnen

Trauerbegleitung

Die Trauerbegleitung schafft einen Raum für den Trauernden, unterstützt ihn darin, seine individuelle Form der Trauer zu finden und ermutigt ihn, diese Herausforderung anzunehmen.

Trauer resultiert aus den verschiedensten Arten von Verlust: Der Tod eines geliebten Menschen oder eines Haustieres kann sie bewirken, der Abbruch einer Freundschaft oder die Trennung nach einer Liebesbeziehung. Wir trauern nicht nur um Verstorbene, sondern auch um Menschen, die wir auf andere Weise verloren haben. Auch das unwiderrufliche Ende einer vertrauten Lebenssituation kann großen Schmerz verursachen, z.B. wenn volljährige Kinder das Elternhaus verlassen oder wenn Krankheit oder Alter unser Leben einschneidend verändern. Ebenso kann ein Wechsel des Wohnortes oder das Ende der eigenen Berufstätigkeit ein starkes Gefühl des Verlustes hervorrufen. Auch der bewusste Abschied von einem lang gehegten Lebenswunsch,wie beispielsweise bei einer ungewollten Kinderlosigkeit kann als sehr schmerzhaft empfunden werden.

Trauer erfasst den Menschen als Ganzes, in seinem ganzen Wesen und erstreckt sich auf alle Bereiche des Lebens. Der Prozess des Trauerns stellt ein äußerst komplexes Geschehen dar, das niemals nach einem genormten Modell abläuft.

Die Gefühle, die auf einen derartigen Verlust folgen, sind nicht selten widersprüchlich und verwirren die Betroffenen: Die Palette ist vielfältig und ebenso individuell wie die Trauernden selbst: Es gibt den überwältigenden Schmerz, der alles überdeckt und für nichts anderes Raum lässt, es gibt das Gefühl der Ohnmacht und Hilflosigkeit, das Nicht-Annehmen und Nicht- Wahrhaben-Wollen, die Verzweiflung und die Schuldgefühle. Aber auch unangemessen scheinende Emotionen wie Wut oder Erleichterung haben ihren Platz – und auch ihre Berechtigung, wahr-, angenommen und gelebt zu werden. Die Trauerbegleitung macht dem Individuum bewusst, dass das, was landläufig als „angemessenes“ Trauern verstanden und akzeptiert wird, ein Korsett sein kann, welches ihn vielleicht nur einengt, nicht zu ihm passt und sein Leiden noch verschlimmert. Unsere moderne, westliche Gesellschaft tut sich schwer damit, den Trauernden ihr eigenes Tempo und ihre eigene Art des Auslebens zuzugestehen. In aller Regel wird erwartet, dass wir in möglichst kurzer Zeit wieder möglichst reibungslos funktionieren.

Die fatale Folge davon ist, dass wir unseren Schmerz ganz tief in uns vergraben. Allerdings ist die Trauer dann nur scheinbar verschwunden, tatsächlich wirkt sie unsichtbar weiter, belastet uns innerlich und manifestiert sich nicht selten auch körperlich und seelisch auf unterschiedlichste Weise. Dies führt häufig dazu, dass spätere Krankheiten und Beschwerden mit dieser alten, nicht zugelassenen Trauer gar nicht mehr in Verbindung gebracht und folglich nicht wirksam behandelt werden. Nicht selten löst ein neuer, aktuellerer Anlass, der als Verlust erlebt wird, die „alte“ Trauer wieder aus. So kann es passieren, dass viele Jahre vergehen, bevor die alte, verborgene und zuvor nicht zugelassene Trauer plötzlich hervorbricht. Und selbst dem Betroffenen fällt es dann meist schwer, den Bezug zu dem früheren Anlass zu erkennen. Eine behutsame Begleitung kann hier klärend und somit sehr entlastend wirken. Denn nur die Trauer, die durchlebt wurde, ermöglicht es dem Menschen, sich später wieder in vollem Maße seinem Leben zuzuwenden und sich entfalten zu können.

Die gute Botschaft ist, dass es nie zu spät ist, sich seiner alten, unbewältigten Trauer zu stellen. In der Trauerbegleitung erfährt der Trauernde genau das Angenommen-Werden, das er benötigt. Er erlernt, den Rhythmus des Lebens mit seinen dazugehörigen Abschieden,

Verlusten und Neuanfängen zu akzeptieren und wird in seinem Prozess des notwendigen Durchlebens und Loslassens begleitet und unterstützt.

Die Trauerbegleitung bietet aber auch Unterstützung in der Phase danach, in der Zeit der sich nun anschließenden Neuorientierung. Ein neuer anderer Lebensabschnitt beginnt. Die Rolle, die man zuvor gespielt hatte, die Aufgaben, die damit verbunden waren, alles kann sich nun völlig verändert haben, es treten vielleicht ganz neue Lebensumstände auf. Auch diese Herausforderungen gilt es wahr- und anzunehmen und auch hier leistet die Trauerbegleitung Unterstützung darin, sich selbst in der neuen Rolle zu definieren und zurechtzufinden.

„Die Praxis des Sterbens ist die Praxis des Lebens- wenn wir das nur sehen können. Je tiefer unser Einblick in diese Wahrheit ist, umso besser können wir für all jene da sein, die im Sterben liegen, und ihnen unsere bedingungslose Liebe schenken“. (Jean Halifax) Die Fähigkeit, sich zu trennen und zu verabschieden und sich dabei vertrauensvoll und offen dem Werden und Vergehen des Lebens hinzugeben, kann uns helfen ein erfüllteres Leben zu führen.

Diese Form der Sterbebegleitung vertritt die grundsätzliche Annahme, dass jeder Mensch einen Anspruch auf einen würdigen, friedlichen Tod in einer liebevollen Umgebung hat. Andererseits wird ihm aber auch seine eigene Verantwortung für sein Leben(sende), falls er sich dabei noch selbst einbringen kann, nicht aberkannt.

Nicht vorüber
„Was vorüber ist, ist nicht vorüber. Es wächst weiter in deinen Zellen ein Baum aus Tränen oder vergangenem Glück.“
(Rose Ausländer)

Ich arbeite stabilisierend und ressourcenorientiert. Trauer kann Angst verursachen und zieht dem Betroffenen meist den Boden unter den Füßen weg. Hier biete ich Information über generelle Prozessabläufe und auftretende Symptome. Primär bestärke ich aber den Klienten darin, seinen eigenen Ausdruck der Trauer sowie heilsame Formen des Erinnerns zu finden. Alles, was in der Trauer zu Tage tritt, bekommt in der Begleitung einen geschützten Raum. Hier können aufwühlende, teils widersprüchliche Gefühle, Erinnerungen, Sorgen, Unsicherheiten, Fragen, sowie Anforderungen, die der Alltag ohne den Gestorbenen an Sie stellt, aber auch einfach Stille ihren Platz finden.

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Claudia Eckhardt

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Heilpraktikerin für Psychotherapie

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  • » Achtsamkeitsübungen

Ich bin im Verband freier Psychotherapeuten

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